Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie,
Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften
am Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie
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Generische Selbstmanagement-Module als Ergänzung zum Gesundheitstraining - SelMa

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Hintergrund

Die Effektivität und Effizienz von Patientenschulung gilt in vielen Indikationen als belegt. Die Schulung hat das Ziel, die Selbstmanagementkompetenzen der Patienten zu verbessern. Durch den Erwerb von Wissen, Fertigkeiten und psychosozialen Kompetenzen sollen chronisch Kranke zunächst in die Lage versetzt werden, am Rehabilitationsprozess in gleichberechtigter Weise mitzuwirken und informierte Entscheidungen bezüglich ihrer Lebensführung zu treffen (Empowerment). Durch die Planung und Vorbereitung von Verhaltensänderungen und das Einüben neuer Verhaltensweisen soll darauf aufbauend ein langfristiger Alltagstransfer der geplanten Verhaltensänderungen erfolgen. In der medizinischen Rehabilitation Deutschlands konnten in den letzten fünfzehn Jahren zahlreiche Schulungen für Patienten mit Erkrankungen des Stoffwechsels und Bewegungsapparates, Herz-Kreislaufs und der Atemwege sowie onkologischen und neurologischen Erkrankungen entwickelt und evaluiert werden. Chronisch Kranke erhalten üblicherweise während einer Patientenschulung indikationsspezifische Informationen zur Erhöhung ihrer persönlichen Risikowahrnehmung und Handlungsergebniserwartung. Die psychologischen Module im zweiten Teil einer Patientenschulung zielen darauf aufbauend auf Zielfindung und langfristigen Verhaltenstransfer. Vor dem Hintergrund des theoriegeleiteten Anspruchs an Schulungen einerseits und deren Praxistauglichkeit andererseits sollen generische Module zur Förderung des Selbstmanagements als Zusatz zu den indikationsspezifischen Informationen entwickelt werden.

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Ziele/Fragestellungen

Ziel des vorliegenden Projektes ist die Entwicklung und exemplarische Erprobung generischer Selbstmanagement-Module an Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronisch- entzündlichen Darmerkrankungen.

In einer summativen Evaluation werden die Effekte dieser Selbstmanagement-Module in Kombination mit indikationsspezifischen Schulungen (EG1) mit den Effekten einer Standardschulung ohne Selbstmanagement-Elemente (usual care; KG) geprüft. Als zweite Variante wird der Effekt eines einstündigen Selbstmanagement-Vortrags in Kombination mit den indikationsspezifischen Schulungen (EG2) im Vergleich zur Standardschulung ohne Selbstmanagement-Elemente (usual care; KG) geprüft.

Primäre Fragestellung
F-1. Wie wirken sich die Selbstmanagement-Module bzw. der Selbstmanagement-Vortrag auf die Selbstmanagementkompetenzen und das Gesundheitsverhalten der Rehabilitandinnen aus?
Hypothesen
H-1.1 Die Selbstmanagement-Module (EG1) sind hinsichtlich der patientenbezogenen Ergebniswirksamkeit (Bestimmung persönlicher Verhaltensziele, Handlungsplanung, Bewältigungsplanung, Handlungskontrolle, Zielerreichung, Gesundheitsverhalten) der Kontrollbedingung (KG) überlegen.
H-1.2 Der Selbstmanagement-Vortrag (EG2) ist hinsichtlich der patientenbezogenen Ergebniswirksamkeit (Bestimmung persönlicher Verhaltensziele, Handlungsplanung, Bewältigungsplanung, Handlungskontrolle, Zielerreichung, Gesundheitsverhalten) der Kontrollbedingung (KG) überlegen.

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Studiendesign/Methoden

Die Studie wird als multizentrische, clusterrandomisierte kontrollierte Studie mit vier Messzeitpunkten (Reha-Beginn, Reha-Ende, 6-Monats-Katamnese, 12-Monats-Katamnese) umgesetzt. Die Studienteilnehmer werden clusterrandomisiert den drei Behandlungsbedingungen (EG1, EG2, KG) zugewiesen. Die Randomisierung erfolgt extern; durch die Randomisierung von Patientengruppen (Patienten aus einem bestimmten Behandlungszeitraum) auf die Studienarme ist eine zufällige Zuweisung der Studienteilnehmer gewährleistet. Rehabilitanden mit den Hauptdiagnosen Koronare Herzerkrankung und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen zwischen 18 und 70 Jahren (n = 780) werden konsekutiv in die Studie aufgenommen. Die Datenerhebung erfolgt über eine Patientenbefragung zu Reha-Beginn, Reha-Ende sowie 6 und 12 Monate nach der Rehabilitation. Primäre Zielkriterien sind die störungsspezifische Selbstmanagementkompetenz, Volition sowie Zielerreichung bzw. Gesundheitsverhalten. Sekundäre proximale Zielkriterien sind Krankheits- und Behandlungswissen, Motivation (Selbstwirksamkeit, Handlungsergebniserwartung, Verhaltensintention), allgemeine Gesundheitskompetenz und Schulungszufriedenheit. Sekundäres distales Zielkriterium ist die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Die Hypothesenprüfung erfolgt durch den Intergruppenvergleich (EG1 vs. KG und EG2 vs. KG) der Zielgrößen zu den Post-Messzeitpunkten mittels hierarchisch linearer Modelle (gemischte Regressionsmodelle) unter Kontrolle bedeutsamer Baseline-Unterschiede. Daten zur Struktur- und Prozessqualität werden während der Implementierungsphase erhoben.

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Ergebnisse

-

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Publikationen

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Manuale SelMa-Intervention

Manuale
Manual Gruppenprogramm SelMa [PDF]
Manual Vortrag SelMa [PDF]
Material zur Durchführung
Powerpoint Folien Gruppenprogramm SelMa [Powerpoint]
Powerpoint Folien Vortrag SelMa [Powerpoint]
Patientenheft (DIN A5) für Gruppenprogramm und Vortrag [PDF] (Wordversion)
Übersichtsplakat für Gruppenprogramm und Vortrag [PDF]

Die Manuale wurde von Mitarbeitern der Universität Würzburg erarbeitet und in das Gesundheitstrainingsprogramm der Deutschen Rentenversicherung Bund aufgenommen. Bei Fragen zu den Manualen oder Materialien wenden Sie sich bitte an Dr. Karin Meng (Tel: 0931 3182074, Email: k.meng@uni-wuerzburg.de)

Das Manual Gruppenprogramm SelMa kann wie folgt zitiert werden: Seekatz, B., Musekamp, G., Faller, H., Reusch, A. & Meng, K. (2015). Selbstmanagement-Gruppenprogramm SelMa - Manual. Verfügbar unter: http://www.psychotherapie.uni-wuerzburg.de/forschung/projekte-koop_25.html

Das Manual Vortrag SelMa kann wie folgt zitiert werden: Musekamp, G., Seekatz, B., Faller, H., Meng, K. & Reusch, A. (2015). Selbstmanagement-Vortrag SelMa - Manual. Verfügbar unter: http://www.psychotherapie.uni-wuerzburg.de/forschung/projekte-koop_25.html

Die Schulungsunterlagen können von Rehabilitationseinrichtungen frei genutzt werden. Wenn erforderlich können die Materialien zur Durchführung auf die Gegebenheiten der Einrichtungen angepasst werden. Bei Modifikationen ist zu berücksichtigen, dass nur Maßnahmen des Gesundheitstrainings, die den Grundsätzen der Rahmenkonzeption (s. Gesundheitstraining in der medizinischen Rehabilitation. Einführung in die indikationsspezifischen Curricula) entsprechen, mit dem Logo des Gesundheitstrainings ausgestattet sein dürfen. Das SelMa-Bildmaterial (Comic-Zeichnungen: © Martina Schradi; SelMa-Logo © Roland Küffner, Andrea Reusch) darf nur im Rahmen der SelMa-Interventionen eingesetzt werden.

Nähere Informationen zum Gesundheitstrainingsprogramm der Deutschen Rentenversicherung Bund (inkl. der Rahmenkonzeption) finden Sie unter: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/

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Hinweise zur Einführung von SelMa

Ein Fortbildungsangebot für Schulungsleiter besteht im Rahmen der Fortbildungsreihe des Vereins Zentrum Patientenschulung: http://www.zentrum-patientenschulung.de/termine

In-house Schulung auf Anfrage: kontakt@zentrum-patientenschulung.de

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